PRESSE
KITA Sonnenblume besucht das Museum. Mitmachstationen und persönliche Geschichten machen den Alltag früher lebendig.
Ein besonderer Vormittag voller Neugier, Aufmerksamkeit und lebendiger Eindrücke prägte den Besuch der Vorschulkinder der KITA Sonnenblume im Museum Erzhausen am Mittwoch, 11.03.2026 .
Insgesamt 27 Kinder kamen gemeinsam mit zwei Erzieherinnen und einem Erzieher ins Museum, wo sie für rund eineinhalb Stunden die Welt früherer Zeiten entdecken konnten.
Begleitet wurde die Gruppe von einem engagierten Museumsteam mit insgesamt neun Mitwirkenden. An verschiedenen Stationen erfuhren die Kinder auf anschauliche und kindgerechte Weise, wie der Alltag früher aussah. Dabei ging es nicht nur um das Betrachten historischer Gegenstände, sondern vor allem um das eigene Erleben, Mitmachen und Verstehen.
Besonders großen Eindruck hinterließen die vielen praktischen Elemente. So durften die Kinder unter anderem bei Gitta Weber, Heide Lindner und Christl Trischler Kartoffeln durch einen Pommesschneider drücken und Kaffeebohnen in einer alten Kaffeemühle mahlen. Gerade diese unmittelbaren Erfahrungen stießen auf großes Interesse und zeigten einmal mehr, wie gut Mitmachangebote bei jungen Besucherinnen und Besuchern ankommen.
Auch an der zweiten Station mit Dorothee Krüger und Elvira Hahn, war die Begeisterung spürbar. Beim historischen Kinderspielzeug wurden Fragen beantwortet, Zusammenhänge erklärt und spielerische Zugänge eröffnet. Spielzeug von damals wurde mit dem von heute verglichen und alle konnten an einem Fädelspiel teilnehmen, was das motorische Geschick zeigte. Authentisch wurde es in der Schuhmacherwerkstatt mit Regina Lotz und ihrem Mann Berti. Regina erzählte von ihrer eigenen Geschichte und davon, dass ihr eigener Vater schon in dieser Werkstatt Schuhe hergestellt hat. Eine wunderbare Erinnerung an Erich Lotz. Die Kinder konnten erfahren, wie Schuhe früher hergestellt und bearbeitet wurden. Sie durften schauen, fühlen und einzelne Arbeitsschritte selbst ausprobieren.
Bemerkenswert war dabei nicht nur das große Interesse der Kinder, sondern auch ihre Aufmerksamkeit und gute Struktur innerhalb der drei Gruppen. Trotz der hohen Zahl an Vorschulkindern hörten sie aufmerksam zu, stellten viele Fragen und ließen sich mit Offenheit auf die verschiedenen Angebote ein.
Das Team, unter der Leitung von Christina Seibold und Koordination von Christiane Lucht, begleitete den Besuch mit viel Ruhe, Geduld und Einfühlungsvermögen. So entstand eine angenehme und vertrauensvolle Atmosphäre, in der sich Kinder und Erwachsene gleichermaßen aufeinander einlassen konnten. Der Besuch wurde von allen Beteiligten als sehr positiv erlebt.
Sehr erfreulich war die Rückmeldung aus der KITA. Die begleitende Erzieherin kündigte an, im kommenden Jahr gerne wieder mit den nächsten Vorschulkindern ins Museum Erzhausen kommen zu wollen.
Für das Museum hat der Besuch deutlich gemacht, welches Potenzial in solchen Angeboten auch für Kindergärten liegt. Nach einer gezielten Weiterentwicklung des Konzepts könnte daraus künftig ein wertvoller Baustein für die kulturelle Bildung vor Ort werden und zugleich dazu beitragen, das Museum in Erzhausen noch stärker bekannt zu machen. Dass die dritten Klassen der Lessingschule jährlich zu Besuch kommen, ist bereits eine bewährte Veranstaltung, Auch der Wandertag mit den Grundschulklassen wird von Dieter Köhres immer hervorragend geplant, dieser steht bereits für diese Jahr, im Frühjahr, auf dem Programm.
Besuchen auch Sie gerne das Dorfmuseum Erzhausen. Öffnungszeiten, jeden ersten Sonntag im Monat, außer an Feiertagen. So bleibt das Dorfmuseum am Ostersonntag geschlossen und öffnet wieder am 03.05.26.



Erzhausen zwischen Anspruch und Machbarkeit - Kulturelle Mitte, Klimaanpassung und Haushaltsrealität im offenen Dialog
(cs/gk/sts) Das frühere Klassenzimmer im Dorfmuseum der Alten Schillerschule war am Sonntag, 1. März 2026, bis auf den letzten Platz gefüllt. Stühle wurden zusammengerückt, einige Gäste verfolgten die Diskussion stehend im Treppenhaus. Das Interesse war spürbar. Wer an diesem Sonntagnachmittag ins Dorfmuseum gekommen war, wollte wissen, wie sich Erzhausen in den kommenden Jahren positionieren will. Während vorne engagiert debattiert wurde, sorgten die Damen vom Museumsteam im Hintergrund für eine einladende Atmosphäre. Mit viel Aufmerksamkeit wurden Kaffee und Tee ausgeschenkt, dazu standen Kekse bereit. Eine stille, wertschätzende Geste. Sie machte deutlich, worum es an diesem Nachmittag ebenfalls ging. Gemeinschaft. Haltung. Miteinander.
Eingeladen hatte der Ortskundliche Arbeitskreis. Moderiert wurde die Veranstaltung von Gerhard Kraft und Stefan Seibold. Vertreter aller vier Fraktionen stellten sich der Debatte über zentrale Zukunftsfragen der Gemeinde.
Im Mittelpunkt standen zwei strategische Themen. Die Entwicklung der kulturellen Mitte im alten Ortskern. Die klimaangepasste Ortsentwicklung unter den Bedingungen knapper kommunaler Haushaltsmittel.
Die Diskussion machte deutlich: Erzhausen steht vor Richtungsentscheidungen.
Themenblock „Kulturelle Mitte“
Das historische Denkmalensemble rund um das Dorfmuseum wurde parteiübergreifend als identitätsstiftend anerkannt. Kontrovers diskutiert wurde jedoch die konkrete Ausgestaltung.
Christian Spohn (CDU) betonte die Bedeutung von Kultur und Vereinsleben für die Ortsmitte. Kulturpolitik müsse jedoch im Rahmen der finanziellen Leistungsfähigkeit erfolgen. Die Gemeinde dürfe sich durch Großprojekte nicht dauerhaft einschränken. Das Bürgerhaus-Projekt in der diskutierten Größenordnung von 18 bis 24 Millionen Euro berge angesichts steigender Zinsen erhebliche Risiken für die Haushaltssteuerung. Weitere Grundsteuererhöhungen lehnt die CDU ab. Ziel seien realistisch kalkulierte, schrittweise Maßnahmen.
Özlem Gün (SPD) stellte das Denkmalensemble als strategisches Entwicklungsareal heraus. Kulturelle Begegnungsorte seien kein Luxus, sondern Teil kommunaler Daseinsvorsorge. Die SPD hatte beantragt, die Hauptstraße 10 (altes Rathaus) perspektivisch kulturell zu nutzen. Der Antrag fand keine Mehrheit. Gün forderte langfristige Zieldefinitionen, verbindliche Planungsprozesse und eine systematische Fördermittelstrategie, insbesondere für energetische Sanierung und Klimaanpassung.
Martina Gaul (DIE GRÜNEN) bekannte sich ausdrücklich zum Konzept des Ortskundlichen Arbeitskreises. Sie würdigte das ehrenamtliche Engagement und sprach sich für eine funktionale Erweiterung des Museums aus. Bestehende Nutzungen im Ensemble, darunter das alte Rathaus und die Grundschulbetreuung, müssten gleichwertig berücksichtigt werden. Generationengerechtigkeit bedeute nicht nur Schuldenfreiheit, sondern auch Investitionen in zukunftsfähige Infrastruktur.
Tanja Launer (GFE) stellte die Debatte in den Kontext der Gesamtfinanzlage. Bei einem Haushaltsvolumen von rund 21 bis 22 Millionen Euro seien lediglich etwa eine Million Euro flexibel einsetzbar. Gleichzeitig stünden prioritäre Pflichtaufgaben und Großprojekte im Raum. Entwicklungsspielräume seien eng. Die GFE fordert klare Prioritäten, multifunktionale Nutzungskonzepte und eine schrittweise Umsetzung unter konsequenter Nutzung externer Fördermittel.
Themenblock „Zukunftsfähiges Erzhausen“
Im zweiten Teil der Veranstaltung rückte die klimaangepasste Ortsentwicklung in den Fokus. Die Beiträge zeigten eine zunehmende Orientierung an langfristigen Resilienzstrategien.
Gerhard Kraft (OAK) verwies auf die Notwendigkeit, wissenschaftliche Erkenntnisse systematisch in kommunale Entscheidungsprozesse zu integrieren. Hans Schmidt vom Ortskundlichen Arbeitskreis untermauerte dies mit regionalen Klimadaten. Die Rhein-Main-Region erwärme sich überdurchschnittlich. Der fortschreitende Flächenverbrauch sei irreversibel. Landwirtschaftliche Nutzflächen bezeichnete er als strategisches „Tafelsilber“.
Martina Gaul verwies auf gemessene Oberflächentemperaturen von bis zu 45 Grad auf versiegelten Flächen. Entsiegelung, Verschattung, Begrünung und Versickerungsmanagement seien zentrale Elemente einer klimaangepassten Ortsstruktur. Förderprogramme des natürlichen Klimaschutzes müssten aktiv genutzt werden. Außerdem sprach sie sich gegen weiteren Flächenverbrauch durch Bau- und Gewerbegebiete aus.
Özlem Gün forderte eine stärkere verkehrspolitische Neujustierung. Fahrradstraßen, sichere Schulwege und integrierte Energiekonzepte bei Neubaugebieten seien kurzfristig realisierbar und langfristig wirtschaftlich sinnvoll.
Christian Spohn betonte den Schutz landwirtschaftlicher Flächen als Bestandteil regionaler Klimaanpassung. Photovoltaik gehöre prioritär auf Dächer und versiegelte Flächen. Das Mobilitätskonzept müsse zeitnah umgesetzt werden.
Tanja Launer definierte vier strategische Handlungsfelder für die kommende Legislaturperiode. Mobilitätskonzept. Flächennutzungsplan. Klimaanpassung. Bürgerbeteiligung. Nachhaltigkeit sei als Steuerungsprinzip zu verstehen.
Ein zentrales Thema zog sich durch die gesamte Veranstaltung. Die hohe Abhängigkeit von ehrenamtlichem Engagement.
Stefan Seibold (OAK) machte deutlich, dass zahlreiche kulturelle und soziale Projekte ohne bürgerschaftlichen Einsatz nicht möglich wären. Gleichzeitig stoße dieses Engagement häufig auf administrative Hürden. Er warb für eine verbesserte Kooperation zwischen Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft.
Allen Anwesenden wurde klar, Erzhausen steht vor einer klassischen kommunalpolitischen Balanceaufgabe: Investition oder Konsolidierung. Tempo oder Vorsicht. Vision oder Haushaltsdisziplin. Die Debatte im Dorfmuseum war sachlich, engagiert und argumentativ fundiert. Sie war kein Schlusswort. Sie markiert den Auftakt für eine vertiefte Auseinandersetzung über die Ausrichtung der Gemeinde in der kommenden Legislaturperiode.
Mit der Veranstaltung ist es dem OAK gelungen, bei allen Fraktionen Zustimmung und Akzeptanz für seine Visionen und Ziele zu gewinnen. Sobald in der Folge grundlegende Entscheidungen getroffen sind, könnten Vorhaben wie eine Dorfkneipe sowie Begrünungsmaßnahmen, inner- und außerhalb des Ortes, auch mit Bürgerengagement, schnell und pragmatisch realisiert werden.
Fazit: Einigkeit bestand bei den Zielen Erhalt und Weiterentwicklung der kulturellen Identität sowie Anpassung an die klimatischen Realitäten und Sicherung der finanziellen Steuerungsfähigkeit. Unterschiede bestehen in der Gewichtung, im Zeithorizont und im Investitionsumfang. Planungsvorschläge des Ortskundlichen Arbeitskreises zu beiden Themen finden Sie unter www.museum-erzhausen.de


Förderung für das Dorfmuseum vom Landkreis Darmstadt Dieburg!
Darmstädter Echo
Frisch, funktionsfähig und voller Herz. Das Dorfmuseum Erzhausen hat eine neue Küchenzeile
Es ist so weit. Unser Museumscafé strahlt wie neu. Im Dorfmuseum Erzhausen wurde eine zeitgemäße Küchenzeile eingebaut, die endlich den heutigen Anforderungen entspricht. Ein lang gehegter Wunsch, der nun, dank großartiger Unterstützung, spürbarer Gemeinschaftskraft und viel Herzblut, Wirklichkeit geworden ist.
Warum war das nötig? Ganz einfach. Unsere alte Küchenzeile hatte viele Jahre tapfer durchgehalten, doch inzwischen war sie eher ein charmantes Museumsstück als ein funktionaler Arbeitsbereich. Für Veranstaltungen, Aktionstage und die Bewirtung unserer Gäste brauchten wir dringend eine zuverlässige, sichere, hygienischere und zeitgemäße Lösung. Jetzt ist sie da. Und sie macht schon beim ersten Einsatz Freude.
Ein herzliches Dankeschön geht an Werner Schmidt, unseren unermüdlichen „Mann für alle Fälle“. Mit Humor, handwerklichem Können, beeindruckendem Geschick und enormer Geduld, hat er diesem Projekt Leben eingehaucht. Wo andere Pläne zeichnen, setzt er sie gleich um. Aus seiner Idee und seiner professionellen Planung entstand eine solide und liebevoll realisierte Küchenzeile, die nun das Herzstück des Museumscafés bildet.
Ein besonderer Gewinn ist die neue Ausstattung vor allem für das Team rund um Gitta Weber, das seit vielen Jahren mit großer Zuverlässigkeit, Herz und Humor das Museumscafé prägt. Ihre treue Unterstützung macht unsere Veranstaltungen warm, lebendig und einladend. Die neue Küchenzeile bedeutet für sie eine enorme Erleichterung. Weg vom winzigen Spülbecken, hin zur Industriespülmaschine und zu deutlich komfortableren Arbeitsmöglichkeiten. Verdient und überfällig.
Unser großer Dank gilt ebenso dem Förderkreis Museen und Denkmalpflege Darmstadt-Dieburg e.V.. Ohne die finanzielle Unterstützung wäre eine Umsetzung in dieser Qualität nicht möglich gewesen. Die Förderung war einer der Impulse sofort loszulegen. Gemeinsam mit zahlreichen Stunden ehrenamtlicher Eigenleistung konnte etwas entstehen, auf das wir wirklich stolz sind. Planen, schleppen, schrauben, sägen und anpacken. Jede Minute hat sich gelohnt. Danke für diese wertvolle Starthilfe.
Bereits am vergangenen Wochenende konnten wir die neue Küchenzeile beim Adventsmarkt in der Schillerschule feierlich einweihen. Ein fröhlicher Anlass, der eindrucksvoll gezeigt hat, wie wichtig eine funktionierende Infrastruktur für die Museumsarbeit ist.
Wir blicken voller Freude auf kommende Veranstaltungen, neue Ideen und viele genussvolle Momente. Und wir freuen uns darauf, unsere Besucherinnen und Besucher künftig noch herzlicher im Museumscafé begrüßen zu können.
Ab 2026 soll es regelmäßige Öffnungszeiten geben. Darüber informieren wir rechtzeitig. Bis dahin gilt. Wer eine persönliche Führung wünscht, darf sich gerne ab 2026 wieder melden. Wir, das Museumsteam Erzhausen vom Ortskundlichen Arbeitskreis, öffnen unsere Türen dann gerne auf Anfrage.




Dorfmuseum Erzhausen ist „Museum des Monats“ September 2025
(cs) Am 24. September 2025 war es soweit: Das Dorfmuseum Erzhausen wurde vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst als „Museum des Monats September 2025“ ausgezeichnet. Eine große Ehre für ein kleines Dorfmuseum mit großer Wirkung. Staatsminister Timon Gremmels überreichte die Urkunde persönlich, ein bewegender Moment, der allen Anwesenden in lebendiger Erinnerung bleiben dürfte.
Besonders hervorgehoben wurden die innovativen Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche sowie das Projekt „Korb der Erinnerungen“, das durch die Kooperation mit dem Marie-Juchacz-Haus, Erzhausen, Begegnungen zwischen Generationen ermöglicht. Hier werden Erinnerungen geteilt, Geschichte erfahrbar gemacht und neue Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart geschlagen.



„Diese Auszeichnung gehört uns allen“, betonten Christina Seibold und Jörg Dohn vom Museumsteam. Hinter dem Erfolg stehen viele Engagierte des Ortskundlichen Arbeitskreises (OAK), die seit Jahrzehnten mit Herzblut und Neugier Geschichte bewahren, lebendig machen und weiterdenken. Besonders die enge Zusammenarbeit mit Schulen, Vereinen und Institutionen zeigt, dass Kulturarbeit in Erzhausen längst nicht nur innerhalb der Museumswände stattfindet, sondern mitten in der Gemeinschaft.
Mit Blick auf die geplante „Kulturelle Mitte“ wird deutlich: Das Museum ruht sich nicht auf Erfolgen aus. Es möchte neue Räume öffnen für alle, die gestalten, teilen und erinnern wollen.
Auch das Drumherum hatte es in sich: Aufregung herrschte schon vor der Veranstaltung, als klar war, dass die Hessenschau (Jens Kölker und Team) und weitere Pressevertreter:innen anwesend sein würden. Da hieß es im Vorfeld nochmal: improvisieren, organisieren, letzte Schilder gerade rücken und tief durchatmen.
Während Staatsminister Gremmels von Mitarbeitenden des Museumsteams persönlich durch die Ausstellung geführt wurde, konnten die Gäste (und es war tatsächlich volles Haus) eine Präsentation von Georg Weber verfolgen, die mit viel Liebe zum Detail das Wirken des Museums beleuchtete.
Dass sich alle Gäste wohlfühlten, war spürbar. Beim anschließenden Sektempfang mit Kaffee und Kuchen (Danke an Gitta Weber und die Museumsdamen) wurde nicht nur gelacht und geplaudert, es wurden auch schon wieder neue Pläne geschmiedet. Ganz in der Art des Dorfmuseums: Geschichte bewahren und gleichzeitig Zukunft gestalten.
Bei der Feierstunde war diese Haltung allgegenwärtig: Junge Stimmen der Lessingschule und der Hessenwaldschule, erfahrene Stimmen aus Politik und Kultur und ein Publikum mit offenen Herzen feierten gemeinsam die Auszeichnung.
Neben den zahlreich erschienenen Gästen konnten auch Christel Sprößler, Sozial- und Jugenddezernentin im Landkreis Darmstadt-Dieburg, Max Schimmel, Abgeordneter im Hessischen Landtag,, Torsten Leveringhaus, Abgeordneter im Hessischen Landtag, Claudia Lange, Bürgermeisterin Erzhausen, Tina Rosenfeld von der Kulturförderung des Landkreises sowie Vera Kudlinski, (MVH), Nicol Speer (Regionale Museumsberaterin MVH) und Stephan Wüst, Schulleiter der Hessenwaldschule, begrüßt werden.
Als besondere Geste überreichten Christina Seibold und Jörg Dohn dem Staatsminister, im Namen des Museumsteams, eine Tasse des Dorfmuseums, einen 250 Millionen Jahre alten roten Sandstein, aus dem anno 1863 die alte Schillerschule erbaut wurde (wie Hans Schmidt berichtete) sowie vom Ortskundlichen Arbeitskreis veröffentlichte Bücher.
Ein herzlicher Dank gilt dem Museumsverband Hessen, Staatsminister Gremmels, seinem Team und vor allem den vielen Ehrenamtlichen, die das Dorfmuseum tragen.
Was bleibt?
Ein tiefes Gefühl der Verbundenheit, ein Lächeln nach einem besonderen Tag und die Motivation, weiterzumachen. Gemeinsam. Mit Herz. Für Erzhausen.
LandKulturPerlen fördern vier Projekte der kulturellen Bildung
Wir sind LandKulturPerle!
Herzlichen Dank an die Jury für diese wunderbare Auszeichnung!
Das Dorfmuseum Erzhausen wurde für sein Projekt „Geschichte im Fokus – Fotografieren und Forschen mit der Kamera“ ausgezeichnet. In einem spannenden Workshop entdecken Kinder und Jugendliche, mit der Kamera, die Geschichte Erzhausens, kreativ, forschend und voller Neugier.
Am 1. November fand der Workshop statt! Eingeladen waren Kinder zwischen 8 und 14 Jahren.
Unsere Obst-Bäume unter Klima-Stress! - Was tun?
Ortskundlicher Arbeitskreis und Verein für Obst-, Haus- und Kleingärten Erzhausen laden zu einem Themenabend ein.
(AKL) Im Darmstädter Echo konnte man am 30. April 2025 lesen, dass der Monat April seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahre 1881 der siebtwärmste April war. Für Hessen ermittelte der Deutsche Wetterdienst eine um 3,0 Grad höhere Temperatur als das langjährige Mittel. Die Niederschlagsmenge blieb etwa 30% unter dem Soll.
Viele haben nun berechtigte Sorgen um ihre Obstbäume und fragen sich bei solchen Meldungen, ob ihre Bäume bei der Veränderung des Klimas in unserer Region noch eine Zukunft haben. Werden zukünftig noch die bekannten Obstsorten wie James Grieve, Boskoop hier angebaut werden können? Ist der Standort noch geeignet? Sind unsere Obstbäume in Zukunft anfälliger gegenüber neuen Schädlingen? Müssen besondere Schutzmaßnahmen beispielweise gegen intensivere Sonneneinstrahlung durchgeführt werden? Was muss bei Neuanpflanzungen beachtet werden? Ist eine Umstellung auf neue Obstsorten wie beispielsweise der Maulbeere, Esskastanie oder Feigen notwendig?
In einer gemeinsamen Veranstaltung des Ortskundlichen Arbeitskreises und des Vereins für Obst-, Haus- und Kleingärten Erzhausen e.V. wurde mit Andreas Baumann von dem Streuobstwiesenzentrum Hessen ein Experte gewonnen, um auf diese Fragen Antworten zu geben. Alle Erzhäuserinnen und Erzhäuser, sowie Interessierte aus den umliegenden Gemeinden, sind bei freiem Eintritt am Donnerstag, den 05.06.2025 um 19:30 Uhr ins Dorfmuseum, Hauptstraße 12, herzlich eingeladen.
Mit Hans Schmidt vom Ortskundlichen Arbeitskreis und Gerhard Obst vom OGV werden zwei Erzhäuser Bürger über ihre Beobachtungen der letzten Jahrzehnte berichten.
Die Veranstalter freuen sich auf rege Beteiligung.
Das Dorfmuseum Erzhausen – unterwegs mit einem Korb voller Erinnerungen
Am 28.11.2024 besuchte das Team des Dorfmuseums Erzhausen @awo_mariejuchaczhauserzhausen, um gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern in Erinnerungen an den "Schulalltag von damals" zu schwelgen. Mit im Gepäck: Ein „Korb voller Erinnerungen“, gefüllt mit Schulutensilien vergangener Zeiten.
Nach Abstimmung mit Andrea Laut und Sebastian Hampel (AWO Senioren und Pflege) sowie Mariann Würtenberger (ASB Tagespflege) machten sich Brigitte Weber, Dorothee Krüger, Christina Seibold und Christiane Lucht auf den Weg. Was folgte, war ein Nachmittag voller Emotionen, Geschichten und vieler Erinnerungen.
Als die historischen Objekte – von Heften, Büchern, Federhaltern bis hin zu Griffeln Schiefertafeln uvm. – ausgepackt wurden, begannen die Augen der Seniorinnen und Senioren zu strahlen. Erinnerungen an die eigene Schulzeit wurden wach, Geschichten wurden erzählt, es wurde gelacht und gescherzt. Jedes einzelne Objekt aus dem Korb schien wie ein Schlüssel, der verborgene Erinnerungen öffnete und vergangene Momente zurückbrachte.
Fazit des Nachmittags: Ein scheinbar einfacher Korb voller Dinge wurde in den Raum getragen – und verließ ihn gefüllt mit Geschichten, Erzählungen und einer spürbaren Bereicherung für alle Anwesenden.
Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für diesen wunderbaren und erfüllenden Nachmittag!
Das Team vom Dorfmuseum Erzhausen freut sich darauf, diesen besonderen Moment in Zukunft zu wiederholen.
Presse
28. Mai 2024
Dorfmuseum unterwegs – Wenn die Schumacher Werkstatt ins Seniorenheim kommt!
(cs) Was machen, wenn sich ein Besuch im Museum für manche als schwierig gestaltet? Wie kommt man dennoch an die Wissensschätze derer, die selbst nicht mehr in der Lage sind zu uns ins Dorfmuseum Erzhausen zu kommen?
Kurzerhand wurde beschlossen, man packt einen Korb voller Gegenstände und bringt das Museum ins AWO Senioren und Pflege „Marie-Juchacz-Haus“, wo der gelernte Schuhmacher Meister, Heinz Wannemacher, lebt. Nach Abstimmung mit den zuständigen Personen (AWO und ASB), konnte zeitnah ein Termin vereinbart werden.
Im ehemaligen original Bäckerkorb, in dem vor Jahrzehnten noch Brote gelagert und transportiert wurden, finden sich nun Originalobjekte aus früheren Zeiten, die an die Arbeit einer Schumacher Werkstatt erinnern. Diese brachten Christina Seibold, Dorothee Krüger und Jörg Dohn vom Ortskundlichen Arbeitskreis Erzhausen gemeinsam ins Seniorenheim.
Dort angekommen war der Schumacher Meister, Heinz Wannemacher, bereits zur Stelle und begrüßte das Museums Team herzlich. Auch weitere Mitbewohnerinnen und Mitbewohner des stationären Pflegeheims sowie Personen aus der Tagespflege nahmen an diesem lehrreichen „Symposium“ teil. Das Wissen, das Herr Wannemacher uns an diesem Nachmittag weitergab war erstaunlich.
Er erzählte aus seinen ersten Lehrjahren als 17jähriger Bursche und seinem langen Berufsleben, in dem er u.a. Schuhe in Maßarbeit von Hand hergestellt und repariert hat. Das Besondere an den Erzählungen war, dass durch ein paar „unscheinbare“ geschichtsträchtige Gegenstände Erinnerungen angeregt wurden und Herr Wannemacher das „Früher“ wieder lebendig werden ließ, was man in den Augen aller Gäste sehen konnte.
Wir bedanken uns von ganzem Herzen bei Sebastian Hampel (AWO Sozialer Dienst) und Mariann Würtenberger (ASB Tagespflege), dass sie diesen bereichernden Nachmittag möglich gemacht haben.
Der nächste Korb voller Erinnerungen wird bald gefüllt und das Museum kommt dann wieder zu Besuch ins „Marie-Juchacz-Haus“. Mögliches Thema könnte sein "Schule früher" mit Schiefertafel, Griffelkasten und vielem mehr. Wie haben die Bewohner*innen ihre ersten Jahre in der Schule erlebt? Was hat sie bewegt? Auch für dieses Thema stellt das Dorfmuseum Erzhausen Objekte zur Verfügung, die auch ausprobiert werden dürfen. An den Originalobjekten können die Bewohnerinnen und Bewohner sich austauschen, erinnern und aus deren Leben erzählen, oder davon wie sie ihre „Kindheit“ erlebt haben. Ihnen wird es durch das haptische Erleben ermöglicht, die Erinnerungen ganz bewusst wieder aufzufrischen. Eine wunderbare, bereichernde Kooperation!
10. Mai 2024
Spannende Zeitreise im Dorfmuseum Erzhausen
Museum mit Freude entdecken zum 47. internationaler Museumstag
(cs) Am 19. Mai 2024 findet der internationale Museumstag zum 47. Mal statt.
Aus diesem Anlass öffnet das Museumsteam vom Dorfmuseum im Namen des Ortskundlichen Arbeitskreises das Dorfmuseum von 14 bis 17 Uhr und stellt sich und seine Zukunftsvisionen vor.
Das Museum zeigt Wohn- und Lebensräume, die das Leben in unserer Gemeinde im vorigen Jahrhundert widerspiegeln. Ebenso gibt es viel aus dem Handwerk und der Landwirtschaft zu entdecken.
Besonders ist dabei unsere Schusterwerkstatt wie auch die historische Apotheke! Außerdem veranschaulichen Bilder und Beschreibungen die Geschichte in unserer Ortsgemeinde und viel Wissenswertes über das Leben unserer Vorfahren.
Es ist eine Menge Interessantes zu sehen und zu bestaunen.
Grundsätzlich dienen Museen als dynamische Bildungszentren, die Neugier, Kreativität und kritisches Denken fördern.
Wir möchten zukünftig im Museum Erzhausen unsere Geschichte mit den Augen und der Technik der heutigen Zeit erlebbar machen.
Derzeit befindet sich das Dorfmuseum in einer Umstrukturierungsphase. Wir arbeiten an unserem Sammlungskonzept, der Archivierung/Digitalisierung und es soll in Zukunft auch möglich sein, dass Kinder und Jugendliche sich auf eine digitale Zeitreise durch das Museum und unsere Gemarkung begeben, um dort Objekte zu entdecken und deren Geschichte zu erfahren. Bestenfalls können sie selbst dabei behilflich sein dieser Idee Struktur zu geben und sie erlebbar machen.
Bis das tatsächlich an den Start gehen kann, werden allerdings noch einige Monate vergehen. Hierfür streben wir auch Kooperationen mit anderen Vereinen/Organisationen an. Wir halten euch auf dem Laufenden.
Für alle Kleinen und Großen, die sich dafür interessieren was wir, das Museumsteam vom Ortskundlichen Arbeitkreis alles vorhaben, öffnet das Dorfmuseum Erzhausen seine Türen am 19. Mai 2024, von 14 Uhr – 17 Uhr, Hauptstraße 12, in der Schillerschule.
Für Kinder wird es Spielzeugbasteln mit Elvira geben und es ist auch eine Kinderführung angedacht, bei der sich Mathilda (9) und Matilda (9) auf eine Zeitreise mit anderen Kindern begeben.
Das wird alles „analog“ stattfinden, soll dazu dienen später eine spannende Zeitreise digital zu erleben, bei der man Rätsel über Tablet oder Handy lösen muss, um ans Ziel zu kommen.
Auf einen angenehmen Nachmittag mit guten Gesprächen und vielen Anregungen wir uns schon heute.
Das Museumsteam des OAK sind: Jörg Dohn, Hans Schmidt, Brigitte Weber, Georg Weber, Klaus Becker, Werner Schmidt, Heide Lindner, Dieter Köhres, Christina Seibold, Stefan Seibold, Dorothee Krüger uvm.
Kontakt: kontakt@museum-erzhausen.de - www.museum-erzhausen.de.

















