Drei Denkmale im Kirchgarten

erinnern an drei Kriege und das Leid, das diese Kriege den Menschen in Erzhausen gebracht haben

Die grauen Steinplatten

1914-1918, Erster Weltkrieg

Enthüllt am Totensonntag 1929, errichtet nach der Entscheidung eines Denkmalausschusses, dem Vertreter aller Erzhäuser Vereine, Bürgermeister Lorenz und Pfarrer Werner angehörten. Finanziert durch Spenden der Erzhäuser Bürger.

1968 zerlegt

2008 in der heutigen Gestalt wiedererrichtet

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Wir treffen heute am rechten, östlichen Rand des Kirchgartens vier Steinplatten an, auf niedrigen Sockeln stehend, mit eingravierten Namen sowie Geburts- und Sterbedaten, begleitet von einem Fries mit der Aufschrift „Gewidmet den im Weltkrieg 1914-18 Gefallenen der Gemeinde Erzhausen“. 

Die heutige Gestalt des Denkmals ist das Ergebnis zweier Umbauten. 

Im Zuge der Umgestaltung des Kirchgartens im Jahr 1968 war das Denkmal für die toten Soldaten des Ersten Weltkriegs zerlegt worden.[1] Vom Denkmalkörper blieben nur die Schriftplatten erhalten. Sie wurden ohne weitere Einfassung an gleicher Stelle ins Gras gelegt. Als die evangelische Kirche im Laufe des Jahres 2005 einen großen Eingangsbereich und durch einen Anbau einen Versammlungsraum erhielt [2], beschloss der Gemeindevorstand, auch auf Betreiben des Ortskundlichen Arbeitskreises, die Schriftplatten zunächst im gemeindlichen Bauhof zu sichern [3]. … Bis die instandgesetzten Platten ihren neuen Ort fanden, dauerte es noch bis in den Spätsommer 2008 [4]. Vor der erneuerten Denkmalanlage fand dann die Gedenkfeier zum Volkstrauertag 2008 (16.11.) statt.

Diese Umbauten sind vielen der heute in Erzhausen lebenden Erwachsenen noch aus eigener Anschauung bekannt. Nur wenige jedoch können sich an die ursprüngliche Gestalt des Denkmals erinnern und nur die Ältesten wissen, auf welche Weise es gebaut wurde.

 

Im Gemeindearchiv ist das Protokollbuch des Ausschusses, der dieses Denkmal einst plante und errichtete, wohlbehalten aufbewahrt [5]


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[1] Vgl. dazu Fußnote 9 im Teil A, Das Denkmal zum Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 

[2] Vgl. Architekt Prof. D. Neumann, Die Kirche in Erzhausen im Wandel der Zeiten, Eine kleine Baugeschichte 900-2005, hrsg. 2005

[3] Gemeindevorstand am 26.4.2005

[4] Angebote seitens des Gemeindevorstands erbeten am 20.6.2008; Auftragserteilung am 15.7.2008; Fertigstellung (Rechnungsdatum) am 22.9.2008

[5] Protokollbuch des Denkmalausschusses 1928/29; aufbewahrt in Abteilung II, Abschnitt 1, Konvolut 1, Faszikel 4

 

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